KI hilft bei der Programmplanung
Ein Beitrag von Katharina Stertzenbach
Das Programm des U: FF 2026 bietet über 300 Sessions: von Inputs über Workshops und Vorträgen bis zu Diskussionen. Die Themen reichen von KI an Hochschulen über Transferprojekte bis zu Future Skills. Doch wo soll man anfangen? Welches Format soll es sein? Und soll die Session digital oder vor Ort in Berlin, Essen, Braunschweig, Graz, Nürnberg oder Hamburg stattfinden? Angesichts der großen Auswahl fällt die Entscheidung oft schwer.
Das Institut für interaktive Systeme der Technischen Hochschule Lübeck hat in enger Zusammenarbeit mit dem Organisationsteam des Festivals eine digitale Lösung entwickelt. Entstanden ist daraus der SessionAIzer. Das KI-gestützten Empfehlungssystem ist so konzipiert, dass es das gesamte Festivalprogramm systematisch erfasst, analysiert und den Teilnehmer:innen auf Basis ihrer Interessen einen individuellen Zeitplan erstellt.
„Die Fülle an Angeboten macht es den Teilnehmer:innen des Festivals schwer, den Überblick zu behalten“, erläutert Dr. Tina John, Mitentwicklerin des SessionAIzers und Mitarbeiterin am Institut für interaktive Systeme der TH Lübeck. „Der SessionAIzer schafft hier Abhilfe, indem er gezielt passende Sessions identifiziert und so die Planung für die Teilnehmer:innen erleichtert.“
Das University:Future Festival 2026
Unter dem Motto „Under Pressure“ findet das U:FF in diesem Jahr vom 22. bis 24. Juni 2026 statt.
Das Programm, weitere Infos zum SessionAIzer, sowie kostenlose Tickets finden Sie auf der Website des Festivals.
Zur Person
Dr. Tina John
Tina John ist Full-Stack-Entwicklerin und Schnittstellenkoordinatorin am Institut für interaktive Systeme der Technischen Hochschule Lübeck und arbeitet an der Schnittstelle von Technik und digitaler Lehre.
Beim University:Future Festival ist sie nicht nur im Einsatz mit dem Tool, sondern auch selbst regelmäßig als Speakerin aktiv und teilt dort ihre Perspektiven auf digitale Innovationen in der Bildung und darüber hinaus.
Wie funktioniert der SessionAIzer?
Mit dem Computer, Tablet oder Smartphone, können Teilnehmer:innen ihre Interessen angeben und aus vorgegebenen Themen auswählen. Außerdem wird abgefragt, ob sie digital und/oder vor Ort am Festival teilnehmen. Aus diesen Informationen erstellt das KI-Tool dann einen komplett vollständigen, individuellen Zeitplan.
In einer übersichtlichen Kalenderansicht werden alle Sessions nach Uhrzeiten oder Bühnen sortiert dargestellt. Mit einem Klick auf eine Session öffnen sich weitere Details wie die Namen der Referent:innen und ein kurzer Beschreibungstext. Falls eine Session doch nicht passt, können die Teilnehmenden sie einfach aus dem Zeitplan entfernen. Sie wird aber nicht endgültig gelöscht, sondern wird im „Ablagestapel“ gespeichert und kann später wieder hinzugefügt werden.
Vorschläge und Flexibilität
Während der Planung schlägt der SessionAIzer laufend neue Sessions vor, die zu den angegebenen Interessen passen. Diese können angenommen oder abgelehnt werden. Bei Zeitkonflikten werden diese im Kalender angezeigt, beide Sessions bleiben aber zunächst im Plan. „So kann man sich auch spontan am Veranstaltungstag entscheiden“, sagt Dr. Tina John. Abgelehnte Vorschläge landen ebenfalls im Ablagestapel. Das Tool lernt dabei: Wer etwa alle Workshops ablehnt, erhält weniger Workshop-Empfehlungen.
Ob Lehrende oder Hochschulmitarbeitende oder Studierende: Der SessionAIzer macht das University:Future Festival 2026 für alle Teilnehmenden zugänglicher. Er spart Zeit, reduziert Entscheidungsstress und hilft, das umfangreiche Programm des Festivals auszuschöpfen.
Zum Autor
Katharina Stertzenbach
Kommunikationsmanagerin
Katharina Stertzenbach ist Kommunikationsmanagerin in der Stiftung Innovation der Hochschullehre.