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  • Blog
  • Home / Blog / „Sehen, was in der Lehre möglich ist”
  • Beitrag vom

    28.10.2026

    Studentische Gutachterin

    „Sehen, was in der Lehre möglich ist”

    Ein Beitrag von Greta Lührs

    Förderanträge lesen, beurteilen und Empfehlungen abgeben, welche Projekte gefördert werden sollten: Jurastudentin Emilia De Rosa ist studentische Gutachterin bei uns. Was sie daran besonders schätzt: Die Chance, mitzuwirken und die Flexibilität.

    Emilia De Rosa hatte schon früh im Studium das Bedürfnis, sich für bessere Studienbedingungen einzusetzen. In ihrem ersten Studiensemester stieg sie in die Fachschaft ihres Studiengangs Jura an der Universität Bremen ein. Schnell wurde sie auch in der Bundesfachschaft aktiv und übernahm dort später das Amt der Vorsitzenden. Dazu engagiert sich die 24-Jährige in mehreren studentischen Kommissionen und Initiativen sowie in der Studiengangsakkreditierung. Ihr Engagement für bessere Studienbedingungen führte sie zur Begutachtung von Projektanträgen bei uns. „Meine Motivation war es, innovative Lehrprojekte zu unterstützen und dabei Neues über Studium und Lehre zu lernen“. Mittlerweile hat sie bei drei unserer Ausschreibungen mitgewirkt – zwei Mal bei „Freiraum” und einmal bei „Lehrarchitektur”.

    Die Begutachtung der Förderanträge ist ein wichtiger Teil unseres Auswahlprozesses. Wir arbeiten mit externen Gutachter:innen aus allen Bereichen der Hochschule, darunter auch Studierende, zusammen. Alle Gutachter:innen, die sich erfolgreich beworben haben, erhalten eine bestimmte Menge an Anträgen und bearbeiten diese selbstständig nach einer Einführung durch die Stiftung. Bei dieser erfahren angehende Gutachter:innen zum Beispiel den gesamten Auswahlprozess, setzen sich mit den Zielen der Förderung sowie den Auswahlkriterien auseinander und lernen das Begutachtungsportal kennen.

    Zur Person

    Emilia De Rosa

    Jurastudentin an der Universität Bremen und studentische Gutachterin bei unserer Stiftung.

    Mehr Sicherheit mit der Zeit

    „Anfangs hatte ich etwas Respekt vor der Verantwortung, die ich als Gutachterin habe“, erzählt De Rosa. Im Laufe des Begutachtungsprozesses konnte sie aber immer mehr Sicherheit gewinnen. „Je mehr Anträge man liest, desto leichter fällt es, einzuschätzen, ob ein Projekt Potential hat.“ Auch die online Einführungsveranstaltungen hätten ihr geholfen, sich in die Beurteilung der Anträge einzufinden. „Ich achte beim Begutachten darauf, ob ein Projekt finanzierbar, wirklich innovativ und gut durchdacht ist. Ärgern tun mich Anträge, die offensichtlich durch den Einsatz von KI nicht konsistent sind. Da fühlt man sich als Gutachtende getäuscht“, erzählt sie.

    Besonders gut gefällt ihr an der Tätigkeit, Einblicke in innovative Projektideen zu bekommen: „Ich habe neue Konzepte kennengelernt, die ich ohne die Begutachtung nie gesehen hätte und bei vielen denke ich: Cool, das würde ich auch gerne ausprobieren.“ Nicht zuletzt könne ein Gespür für gute Förderanträge auch für Studierende wertvoll sein, die eine wissenschaftliche Karriere anstreben und später eventuell selbst Anträge verfassen, sagt De Rosa. Ein weiterer Vorteil sei, dass die Ausarbeitung während des Begutachtungszeitraumes flexibel im eigenen Tempo erledigt werden könne. So lasse sich das Begutachten gut in den Unialltag integrieren.

    Das eigene Studium reflektieren

    Durch die Bearbeitung der Anträge konnte sie nicht zuletzt einen neuen Blick auf ihr eigenes Studium gewinnen. „Man sieht, was in der Lehre alles möglich ist – gerade auch fächerübergreifend“, reflektiert sie. Manchmal vermisst De Rosa die Innovationsfreude in ihrem eigenen Studium. „Jura ist ein sehr traditionelles Fach und es ist schwer, Neuerungen durchzusetzen“, meint sie. Klassische Lehrformate wie Massenvorlesungen seien noch immer die Norm. De Rosa engagiert sich darum in einer Initiative, die eine Reform des Jurastudiums anstoßen möchte: „Wir brauchen einen größeren Fokus auf die Kompetenzen, die angehende Jurist:innen heute brauchen und weniger Abfragewissen.“

    Mit ihrem Engagement für bessere Studienbedingungen möchte De Rosa auch die Perspektive der Studierenden sichtbarer und hörbarer machen. „Lehrende und auch Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen sind häufig weit weg vom Studienalltag“, meint De Rosa, „sie können meiner Meinung nach oft nicht wirklich wissen, was junge Menschen gerade beschäftigt.“ De Rosa schätzt es sehr, wenn Studierende wirklich mitentscheiden dürfen und dadurch ein Gefühl von Selbstwirksamkeit erfahren. „Das motiviert, dabei zu bleiben.”

    Auch künftig kann Emilia De Rosa sich gut vorstellen, Anträge zu begutachten. Jetzt steht aber erst einmal die Vorbereitung auf das Staatsexamen an.

    Als Gutachter:in bewerben

    Wir suchen fortlaufend engagierte Gutachter:innen. Möchten auch Sie Förderanträge für uns begutachten? Mehr Informationen und das Bewerbungsformular finden Sie hier. 

    Zur Autorin

    Greta Lührs

    Kommunikationsmanagerin

    Greta Lührs ist Kommunikationsmanagerin der Stiftung Innovation in der Hochschullehre.

    Weitere Beiträge von Greta Lührs

    Blogbeitrag vom

    16.09.2026

    Projekt DiNaLe

    Fragen statt Antworten: Der sokratische Chatbot

    Ein Beitrag von Greta Lührs

    Er versorgt Studierende nicht mit fertigen Antworten, sondern regt zum eigenständigen Denken an: Das ist das Prinzip des KI-gestützten Chatbots „Dialogos BNE“, der im von uns geförderten Projekt „Digitale Nachhaltigkeit in der Lehre“ (DiNaLe) an der Universität Leipzig entsteht. Das Feedback der Studierenden: Es ist anstrengend, aber wertvoll.

    Blogbeitrag vom

    01.09.2026

    Learning AID

    Hochschulen fördern aufgeklärtes Denken

    Ein Beitrag von Greta Lührs

    Er forscht zu Demokratieförderung und Digitalpolitik: Prof. Dr. Thorsten Thiel hat auf der diesjährigen Learning AID eine Keynote über die Herausforderungen für Demokratie und Hochschulen durch KI gehalten. Im Gespräch erklärt er, wie KI Demokratien beeinflusst und welche Kompetenzen Lehrende an Hochschulen deshalb vermitteln müssen.

    Blogbeitrag vom

    28.07.2026

    Wissenschaftlicher Beirat

    Studentische Impulse geben

    Ein Beitrag von Greta Lührs

    Sie möchte Lehre für andere Studierende verbessern: Sarah Becker ist studentisches Mitglied in unserem Wissenschaftlichen Beirat. Die Philosophie-Studentin bringt besonderes Interesse im Bereich digitale Lehre und KI ein.

    Blogbeitrag vom

    26.05.2026

    University:Future Festival

    Ein Hub für AI Literacy

    Ein Beitrag von Greta Lührs

    KI-Kompetenzen in Studium und Lehre umfassend stärken: Dafür entsteht an der Leuphana Universität Lüneburg im von uns geförderten Projekt „Leuphana AI Campus “ ein AI Literacy Hub. Prof. Dr. Dana-Kristin Mah und Dr. Isabell Sluka geben beim University:Future Festival im Juni Einblicke in ihre Arbeit. Im Interview erklären sie, was sie mit dem Hub erreichen wollen.

    Blogbeitrag vom

    23.04.2026

    Projekte AI@ProSuccess & VirTu

    Individualisiertes Lernen mit KI

    Ein Beitrag von Greta Lührs

    KI kann helfen, das Lernen auf die persönlichen Bedürfnisse der Studierenden abzustimmen, zwei von uns geförderte Projekte arbeiten an diesem Thema. Bei AI@ProSuccess setzt man auf personalisierte Lernpfade durch Mikro-Lerneinheiten, die berufsbegleitend Studierenden mehr Flexibilität bieten. Das Projekt ViRTu erprobt den Einsatz von virtuellen Tutor:innen und zeigt: KI-Agenten als Tutoren können das Lernen unterstützen und erleichtern.

    Blogbeitrag vom

    03.02.2026

    Projekt DigiTeLL

    Transferwege schaffen

    Ein Beitrag von Greta Lührs

    Als universitätsweites Projekt hat „DigiTeLL“ an der Goethe-Universität Frankfurt Impulse für ein kollaboratives Miteinander in der Lehre gesetzt. In den ersten beiden Jahren der Förderung entstanden viele Learning Designs. Schwieriger als gedacht war es, diese mit anderen Fächern zu teilen.

    Blogbeitrag vom

    26.03.2026

    Projekt KI4Edu

    „KI verschiebt die Struktur der Lehre“

    Ein Beitrag von Greta Lührs

    Studierende nutzen KI inzwischen selbstverständlich. Und auch in der Lehre spielt sie eine immer größere Rolle. Wie wirkt sich das auf die Rolle der Lehrperson aus? Dr. Christian K. Karl ist Fachdidaktiker für Bautechnik und Leiter des von uns geförderten Projekts KI4Edu an der Universität Duisburg-Essen und meint: Lehrende sollten sich mehr auf die Begleitung des Lernprozesses der Studierenden fokussieren.

    Blogbeitrag vom

    13.03.2026

    Fachkonferenz

    "Demokratieerfahrung durch Diskurs“

    Ein Beitrag von Greta Lührs

    Demokratische Strukturen werden weltweit angegriffen und infrage gestellt. Was können Hochschulen in diesen Zeiten tun, um die Demokratiebildung ihrer Studierenden zu fördern? Prof. Dr. Thomas Hoffmeister, Sprecher unseres Wissenschaftlichen Beirats, erklärt im Interview, wieso die Hochschulen selbst demokratischer werden sollten und welche Kompetenzen für die Demokratiebildung wichtig sind.

    Blogbeitrag vom

    24.02.2026

    Projekt PEP

    Der digitale Prüfungsschreibtisch

    Ein Beitrag von Greta Lührs

    Die Prüfung in einem Tool konzipieren, durchführen und korrigieren: Das von uns geförderte Projekt „PEP“ hat ein Tool für E-Prüfungen an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen etabliert. Dafür nutzte das Projekt ein Programm von der Universität Münster. In einem Modellversuch wurde deutlich, wie durch hochschulübergreifende Zusammenarbeit E-Klausuren auch mit großen Gruppen in Präsenz durchgeführt werden können.

    Blogbeitrag vom

    03.02.2026

    Projekt DigiTeLL

    Transferwege schaffen

    Ein Beitrag von Greta Lührs

    Als universitätsweites Projekt hat „DigiTeLL“ an der Goethe-Universität Frankfurt Impulse für ein kollaboratives Miteinander in der Lehre gesetzt. In den ersten beiden Jahren der Förderung entstanden viele Learning Designs. Schwieriger als gedacht war es, diese mit anderen Fächern zu teilen.

    Blogbeitrag vom

    16.12.2025

    Projekt ii.oo

    Sammlung für digitales Prüfen

    Ein Beitrag von Greta Lührs

    Wie geht gutes digitales und anwendungsorientiertes Prüfen? In dem von uns geförderten Projekt „ii.oo“ haben sich neun bayrische Hochschulen zusammengetan, um digitale kompetenzorientierte Prüfungsformen zu entwickeln und zu erproben. Herausgekommen ist eine große Sammlung an Good-Practice-Beispielen, die auch nach Ende der Förderung nutzbar ist. Ein Chatbot hilft, das passende Format zu finden. Projektleiterin Leonie Jostock gibt im Gespräch Einblicke ins Projekt und erklärt, wieso es beim Thema Prüfen eine Bewusstseinsänderung braucht.

    Blogbeitrag vom

    06.10.2025

    Netzwerk uniVERSEty

    Struktur des Netzwerks ausgebaut

    Ein Beitrag von Greta Lührs

    Unsere Förderung „Fokus Netzwerke“ wird zum zweiten Mal ausgeschrieben. Damit unterstützen wir bestehende lehrbezogene Netzwerke. Auch das VR-Netzwerk „uniVERSEty“ erhält seit 2023 unsere Förderung und konnte diese dafür nutzen, die strukturelle Organisation zu verbessern, Kommunikationskanäle auszubauen, eine Netzwerkkonferenz ins Leben zu rufen und einen Ausleihservice für VR-Brillen zu realisieren.

    Blogbeitrag vom

    15.07.2025

    AG Transfer

    Transfer? – Check(liste)!

    Ein Beitrag von Greta Lührs

    Gute Lehr-Lern-Ideen sollten weitergetragen werden und nicht einfach verhallen. Ein siebenköpfiges Team aus verschiedenen von uns geförderten Projekten hat mit interdisziplinären Perspektiven eine Transfer-Checkliste erarbeitet, die es Projektteams erleichtern soll, Transfer von Anfang an und in jeder Projektphase mitzudenken und umzusetzen.

    Blogbeitrag vom

    08.05.2025

    Projekt Hochschulbildung inklusiv

    Inklusion in der Lehre

    Ein Beitrag von Greta Lührs

    Das Projekt „Hochschulbildung inklusiv“ bringt Menschen mit Beeinträchtigungen als Expert:innen ihrer eigenen Lebenswelt an die Hochschule. Unsere Förderung ermöglicht Seminare, in denen Studierende und Menschen mit Lernschwierigkeiten gemeinsam Lehrformate erarbeiten, sowie eine Begleitforschung. Das Projekt stellt sich auf dem diesjährigen University:Future Festival auf der digitalen StIL-Stage vor.

    Blogbeitrag vom

    07.05.2025

    University:Future Festival

    Wertschätzung im Hochschulleben

    Ein Beitrag von Greta Lührs

    Lisa Niendorf lehrt an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie ist aktiv in den Sozialen Medien und setzt sich für eine wertschätzende Lernkultur an der Hochschule ein. Auf dem University:Future Festival ist sie dieses Jahr als Keynote-Speakerin dabei. Ihr Thema: „Wind of Change? Wertschätzung in der Hochschule“.

    Blogbeitrag vom

    13.03.2025

    Interview mit Christoph Biemann

    Das „Maus-Prinzip“ für die Hochschule

    Ein Beitrag von Greta Lührs

    Christoph Biemann ist seit mehr als 40 Jahren ein unverzichtbarer Teil der „Sendung mit der Maus“. Mit seiner eigenen Produktionsfirma macht Biemann Filme für die Lach- und Sachgeschichten, in denen er große Fragen und Themen kindgerecht, gut verständlich und mit viel Humor vermittelt. Als Keynote-Speaker auf dem University:Future Festival spricht Biemann darüber, was Hochschullehrende von der Maus lernen können, um die eigene Lehre zu verbessern.

    © 2026 Stiftung Innovation in der Hochschullehre, Treuhandstiftung in Trägerschaft der Toepfer Stiftung gGmbH

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